Dienstag, 25. September 2012

Wir beide, Irgendwann

Wir beide, Irgendwann
 

Trailer:

 

 

Das Buch:




Deutsche Ausgabe
 

Grundinfos:

Orginaltitel: The Future of Us
Seiten: 400
Preis: 17,99€
Autoren: Jay Asher, Carolyn Mackler
Verlag: cbt
 
 

Inhalt:

Was wäre wenn ..., ich dich heute küsse?

Im Mai 1996 bekommt die 16-jährige Emma ihren ersten Computer geschenkt. Mithilfe ihres besten Freunds Josh loggt sie sich ein und gelangt zufällig auf ihre eigene Facebook-Seite – 15 Jahre später. Geschockt stellt sie fest, dass sie mit 31 Jahren arbeitslos und unglücklich verheiratet sein wird. Josh hingegen, bislang alles andere als ein Frauenheld (der erst kürzlich von Emma einen Korb bekommen hat), wird das hübscheste Mädchen der ganzen Schule heiraten und zudem seinen Traumjob ergattern. Emma ist jedoch nicht gewillt, sehenden Auges in ihr Unglück zu laufen. Um das Zusammentreffen mit dem Jungen zu verhindern, der sie später mal unglücklich machen wird, beginnt sie, bewusste Änderungen in der Gegenwart herbeizuführen. Doch der Versuch, in ihr Schicksal einzugreifen und dadurch ihr künftiges Facebook-Profil zu verändern, setzt eine fatale Kettenreaktion in Gang ...

(Q)
 

Cover:

Ich finde sowohl das deutsch, als auch das englische Cover sehr passend. Beim deutschen werden verschieden Zukunftsversionen durch die Personen, die einmal beieinander stehen und einmal voneinander weggehen gezeigt. Das englische zeigt Josh (erkennbar an dem Skatbord, das man ausmachen kann) und vermutlich Emma. Durch das unscharfe Gittermuster "verschwimmt" die Zukunft.
Ich persönlich finde das deutsche Cover jedoch ansprechender, da es einfach cooler gestaltet ist. Die Farben sind schöner und das englische wirkt wie ein kaputter Fernseher...
 
 

Meine Meinung:

Meine Ansprüche an das Buch waren recht hoch, da ich Jay Asher automatisch mit Tote Mädchen lügen nicht verbinde und das Buch echt toll war, demnach habe ich von Wir beide, Irgendwann echt viel erwartet.
 
Auch in diesem Buch überzeugt der Autor mit einem verständlichen und passendem Schreibstil, der den Charakteren Leben einhaucht. Man kann sich richtig gut vorstellen, dass die Teenager 1996 so gelebt haben... Natürlich kommt es dann auch immer darauf an, ob man das selbst miterlebt hat, aber ich fand es sehr realistisch.
Der Leser bekommt immer alles mit und wird nicht mit unwichtigen Details erschlagen.
 
Die Charaktere waren sehr realistich, wobei ich Emma in der Mitte des Buches mal absolut nicht mehr ausstehen konnte. Die typische Bücherheldin-Krankheit: Egoismus.
Der Autor hat es jedoch geschafft eine Medizin für das Leiden zu finden ;P  Aber zu einem gewissen Grad konnte ich sie auch verstehen. Die Macht an der Zukunft herumdrehen zu können kann schon berauschend sein (wisst ihr, ich schreibe da aus Erfahrung^^). Jede Kleinigkeit, die man tut hat Auswirkungen auf die Zukunft. Das können Kleinigkeiten sein, wie z.B. dass man etwas anderes gegessen hat, oder wichtige Entscheidungen wie z.B. was man nach der Schule einmal werden will.
Ist es da nicht toll zu wissen, dass man sich die Zukunft genau SO bauen kann, wie man sie sich erträumt? Ohne, dass noch etwas dazwischen kommt? Rein aus Neugierde will man doch wissen, wie etwas die Zukunft verändern könnte...
 
Das Buch spricht auch auf den Facebook-Konsum der heutigen Jugend bzw. der heutigen Erwachsenen an. Und dann sagen immer die Erwachsenen, die Jugendlichen sind unveratwortungsvoll und posten jeden Schrott! Gut, das Buch wäre recht langweilig, wäre die Zukunfts-Emma alles Schaltjahr mal auf Facebook, aber seinen wir mal ehrlich, wenn jemand auf Facebook postet, dass er sich jetzt sein Frustessen kocht interessiert das doch nicht wirklich jemand, oder?
 
Die Grundidee, also dass Facebook einen Blick in die Zukunft ermöglicht, finde ich einfach super, da mir so etwas noch nie untergekommen ist. Zeitreisende ja, aber "Zeitnetzwerke"? Was ich daran auch gut fand war, dass man in letzter Zeit ja fast nur Fantasy-Jugendbücher findet, in der der Hauptcharakter magische Fähigkeiten hat. Bei diesem Buch ist der Protagonist, bzw. Protagonisten, aber stinknormal und absolut unmagisch. Daher wird die Geschichte nochmal realistischer, da man sich besser in eine "durchschnittliche" Person hinein versetzen kann, als in so ein Superheld, der in allem perfekt ist.
 
 
Das Buch ist aus 2 Sichtweisen geschrieben, die sich abwechseln: Emmas Sicht und Joshs Sicht.
Generell finde ich Sichtwechsel immer gut, jedoch (das kennen vielleicht ein paar von euch..) war es immer so, dass ich mich in eine Person besser hinein versetzen konnte und besser verstanden habe. Dazu kommt, dass die einzelnen Sichten unterschiedlich spannend waren... Also:
Du verstehst die Person super und es wird gerade megaspanned -> Sichtwechsel: Die Person ist komisch und... na toll... wie geht das denn jetzt weiter!?!
Optimistendenken: Coole Sache, so kann man sich länger auf die eine Sicht freuen und die Spannung hält länger an!
 
 

Fazit:

Eine packende Geschichte darüber, wie Kleingkeiten ein ganzes Leben bestimmen können.
Der Nachfolger von Tote Mädchen lügen nicht hat all meine Anforderungen erfüllt
 

Bewertung:

Schreibstil: 5/5
Charaktere: 5/5
Tiefe: 4/5
Handlung: 5/5
Kreativität: 5/5
5/5
 
Ich kann durchaus auch positiv bewerten ;P
 
LG
Lilli ;P

Kommentare:

  1. ...ich fand das Buch auch richtig klasse! Schön, dass es dir auch gefallen hat :-) Ich habe mich beim Lesen des Buches an ganz, ganz viele Dinge erinnert gefühlt. Nostalgie pur...

    LG

    Kay

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    1. Die Idee war halt mal was ganz anderes :-)

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