Mittwoch, 6. Februar 2013

Tsugumi - Banana Yoshimoto

Tsugumi

Das Buch:

 
 

Hintergrundinfos:

 
Seiten: 192
Preis: 8,90€
Autorin: Banana Yoshimoto
Verlag: Diogenes
 

 

Inhalt:

"Auf der Halbinsel Izu erneuern zwei Mädchen jeden Sommer ihre Freundschaft: die Ich-Erzählerin Maria und die wilde Tsugumi, deren Temperament nicht so recht zu ihrer fragilen Gesundheit passen will. Es ist der letzte Sommer einer engen Mädchenfreundschaft.Tsugumi lernt einen jungen Mann kennen, der im Ort heftig angefeindet wird. Er scheint der einzige zu sein, der das eigenwillige Mädchen zu erobern vermag."
(Q)
 
 

Cover:

Ich weiß nciht recht, was ich zu diesem Cover sagen soll... Das Mädchen auf dem Cover sieht asiatisch aus, was gut zum Inhalt passt, da das Buch in Japan spielt, aber ich kann nciht behaupten, dass ich mir einen der Charaktere so vorgestellt habe...
Ich finde das Cover ist nicht wirklich gelungen, da es wirklich sehr speziell ist und mich persönlich nie dazu bringen würde dasBuch zu kaufen.
 

 

Meine Meinung:

Zuersthat das Buch überhaupt nicht meinen Geschmack getroffen. Ich fand es einfach nur langweilig, da ich auf etwas Spannenderes gehofft hatte. Ab ca. der Hälfte des "Buches" hab ich dann den wirklichen Sinn verstanden. Es soll keine Spannung erzielen sondern einfach nur beschreiben, wie 3 Teenager den Sommer verbringen. Generell nicht übel, aber ich musste mich erst einmal darauf einstellen. Ab dem Moment fand ich das Buch jedoch nicht mehr so langweilig, sondern habe es aus einer anderen Sicht betrachtet und fand es auf eine komische Weise putzig. Das Buch ist wirklich süß geschrieben.
Da das Buch in Japan spielt und die Autorin Japanerin ist kommen ein paar Begriffe vor, die ich persönlich nicht ganz verstanden habe, diese Begriffe wurden jedoch immer am Seitenende erklärt und man konnte allem gut folgen.
 
Die Charaktere waren sehr verständlich geschrieben und realistisch umgesetzt, man hat ihnen abgekauft, dass es sie irgendwo auf der Welt wirklich gibt.
Nur Tsugumi hat mir manchmal Kopfschmerzen bereitet. Ich konnte mit ihrer Art nichts anfangen. Ich kann verstehen, wieso sie sich so benimmt. Wäre ich gesundheitlich so schwach würde ich meinen Frust darüber vermutlich auch an meinen Mitmenschen, die gesundheitlich stabil sind, auslassen. Oft ist es ja einfacher jemand anderem die Schuld an etwas zu geben um daran nicht kaputt zu gehen, aber Tsugumis Verhalten ging schon in so eine assoziale Richtung. Ihre Scherze und Gemeinheiten haben andere teils sehr verletzt und aus diesem Grund kann ich Maria, aus deren Sicht die Geschichte erzählt ist, nicht ganz verstehen. Sie macht dieses Theater immer wieder mit! Irgendwann reicht es doch mal!
Maria hat gerade ihren Großvater verloren und Tsugumi hat nichts besseres zu tun, als sich auf Marias Trauer auszulassen.
Vielleicht lässte sich Tsugumis Verhalten jedoch auch auf ihre Erziehung zurückführen. Ihre Eltern spielen in dem Buch nicht so eine große Rolle, aber man merkt in den wenigen Auftritten doch schon, dass Tsugumi machen kann, was sie will und NIE Ärger dafür bekommt. Sie wird nie zurechtgewiesen und darf alles.
 
Wenn ich in dem Buch jedoch absolut nicht verstanden habe war Yoko, Tsugumis Schwester. Sie hängt wie so ein Geist in dem Buch. Da, aber auch wieder nicht wirklich. Wer ist sie? Was empfindet sie, wenn ihre Schwester sie so behandelt? Findet sie das Verhalten ihrer Eltern unfair?
Sie scheint all diese Sachen genau wie Maria einfach so hinzunehmen.
 
Wie schon erwähnt hat das Buch nicht viel bis gar keine Spannung zu bieten und erzählt eher ein Ereignis. Was ich dem Buch hoch anrechne ist der teils doch recht philosophische Teil, denn die Autorin geschickt in das Buch eingeflochten hat, denn immerhin weiß Tsugumi, dass ihre Lebenserwartung schon längst überschritten ist. Dieser Teil hat dem Buch einen tieferen Sinn gegeben.
Die Moral des Buches finde ich wirklich toll. Der Mensch ist nunmal nicht von Grund aus böse, sondern wird es erst durch die Zeit, aber durch zusammenhalt lässt sich alles besiegen. Außerdem sollte man die Zeit, die man hat genießen und nie aufgeben, egal wie schlecht es gerade läuft.
 

 

Fazit:

Ein süßes Buch über Freundschaft und die erste wirkliche Liebe. Leider haben mir die Charaktere nicht richtig zugesagt, da sich mein Charakter nicht wirklich mit ihren Charakterzügen anfreunden konnte. Die Geschichte ist nichts für Actionliebhaber, sondern eher für Leute, die gerne eine nette Geschichte mit tieferem Sinn lesen wollen.
 

 

Bewertung:

Schreibstil: 4/5
Charaktere: 2/5
Tiefe: 3/5
Handlung: 3/5
Kreativität: 4/5
 
 
 
LG
Lilli ;P

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